Tagebuch

Yumis Tagebuch

Berlin, meistens. Manchmal auch woanders.
🏙 Berlin
🏙 Maybachufer, Berlin-Kreuzberg MAI 2025
Schwäne am Landwehrkanal

Der Dienstagmarkt und der Schwan

Dienstags riecht das Maybachufer nach frischen Tomaten, gegrilltem Halloumi und den Neuigkeiten der Hunde aus Neukölln. Ich lese die Nachrichten an den Laternenpfählen – ausführlicher als Papi seine Zeitung. Er weiß nicht, was er verpasst.

Heute saß ein Schwan am Kanalufer. Nicht ängstlich, nicht neugierig. Einfach da. Er hat mich angeschaut. Ich habe ihn angeschaut. Nach ungefähr dreißig Sekunden hat er sich abgewandt. Remis, würde Papi sagen.

🌧 Volkspark Hasenheide, Berlin APRIL 2025
Yumi in der Hasenheide

Regen ist kein Argument

Papi wollte heute wegen Regen nicht raus. Ich habe ihn vom Sofa aus angeschaut. Nicht mit dem Pudelblick – der ist für besondere Anlässe. Nur mit dem normalen Blick, aber fest und lange.

Nach vier Minuten stand er auf und holte seinen Mantel. In der Hasenheide schien dann sogar die Sonne. Manchmal muss man führen, auch wenn man der Kleinere ist.

✈️ Tempelhofer Feld, Berlin MÄRZ 2025
Yumi auf dem Tempelhofer Feld

Das größte Nichts der Stadt

Ein ehemaliger Flughafen. Jetzt Wiese. Man sieht den Horizont, was in Berlin sonst nirgendwo geht. Papi erzählte mir, dass von hier früher die Rosinenbomber starteten – Flugzeuge, die nach dem Krieg Essen in die eingesperrte Stadt brachten. Ich habe das nicht ganz verstanden. Aber ich verstand: Dieser Boden hat Geschichte.

Ich lief und lief, und der Horizont blieb immer gleich weit weg. Philosophisch, das.

🌍 Unterwegs · Kleine Vorschau aus dem Buch
🇬🇷 Adria, irgendwo zwischen Ancona und Griechenland SOMMER 2024
Sonnenaufgang auf der Adria

Sonnenaufgang auf dem großen Wasser

Die Sonne stieg direkt aus dem Wasser auf. Ringsum nichts als Meer. Kein einziges Wort war notwendig. Das passiert selten – dass Papi und ich gleichzeitig schweigen und beide glücklich sind.

Die ganze Geschichte der Fährreise nach Griechenland gibt es im Buch.
🇦🇹 Stubaier Alpen, Tirol SOMMER 2023
Steinbock in Tirol

Der Steinbock und ich

Er saß auf einem Felsen und schaute uns an, als gehörte ihm der ganze Berg. Was er vermutlich auch tat. Bruno blieb stehen. Ich lief einfach drauf zu. Irgendwann entschied der Steinbock, dass ich harmlos war. Ich entschied: Kompliment.

Kapitel Tirol – mit Bruno, Claudia, Wasserfall und Almhütte – gibt es im Buch.
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